Stolpersteine in Bad Erlach

18.07.2015 22:00

Stolpersteine in Bad Erlach

Stolpersteine an der Pittenufer-Promenade

Auf Initiative des Pfarrgemeinderates der Pfarre Bad Erlach wurden am 18. 7. 2015 in der Marktgemeinde Bad Erlach Gedenksteine für zwei jüdische Opfer der Shoa (des Holocaust) verlegt. Es handelt sich um den Weinhändler Leopold Hacker und seine Gattin Franziska, die als Gewerbetreibende in der Zwischenkriegszeit eine wichtige Rolle für das Erlacher Wirtschaftsleben spielten. Leopold Hacker richtete in seinem Privathaus eine kleine Synagoge ein, die von einer etwa 100 Mitglieder zählenden streng gläubigen jüdischen Gemeinde genutzt wurde. Heute erinnert eine Gedenktafel an das mittlerweile abgerissene Bethaus (Pittenufer-Promenade).

Zwei in den Fußweg eingelassene Metalltafeln, so genannte „Stolpersteine“, sollen den letzten frei gewählten Wohnsitz der Ermordeten anzeigen. Mit der Verlegung dieser Stolpersteine schließt sich die Marktgemeinde Bad Erlach vielen deutschen und österreichischen Städten an, die im Rahmen der gleichnamigen Aktion des Kölner Künstlers Günter Demnig versuchen, ihren ehemaligen Mitbürgern und Mitbürgerinnen ihre Identität und damit einen kleinen Teil ihrer Würde zurückzugeben. Gerade Erlach hatte eine große und aktive jüdische Gemeinde aufzuweisen, die vor allem als Arbeitgeber große Bedeutung hatten.

Die Kosten für die Verlegung sollen durch Spenden aufgebracht werden, damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit finden, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Text: Magister Michael Krebs

Fotos: Sabine Hauer

 

Weitere Fotos finden sie hier...

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Stolpersteine Hinweistafel Rudolf Lauinger GGR Puffitsch
Stolpersteine

18.07.2015 22:00

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